1. Allgemeines

1.5. Dateigröße optimieren und überwachen

Immer öfter werden aufwendige und umfangreiche Projekte mit Flash erstellt, was unter Umstände mit einer langen Ladezeit auch bei DSL Benutzern einher gehen kann. Um diese Ladezeit schon vor der Veröffentlichung zu überprüfen, gibt es in Flash Möglichkeiten. Grundsätzlich gilt allerdings, dass, wenn die Dateigröße des SWF über 1 MB geht, dieses mit einem Preloader zu versehen ist. Näheres dazu findet sich in einem separaten Teil.

Um bereits auf seinem Rechner zu testen wie schnell der Flash-Film geladen sein wird und in welchem Bild sich vielleicht große Datenmengen befinden, benutzt man den sogenannten Bandbreitenprofiler. Dazu geht man im Programm geladenen Film auf Menü Steuerung -> Film testen. Daraufhin wird der Film abgespielt. Der möglicherweise vorhandene Preloader wird hierbei nicht angezeigt, da der Rechner zu schnell ist. Jetzt wollen wir uns die Größe / den Inhalt der einzelnen Bilder und des gesamten Flash-Films ansehen. Hierfür wird unter Menü Ansicht -> Bandbreitenprofiler dieser aufgerufen. Jetzt erscheint ein neues Fenster über der Vorschau (1). Es zeigt die Eigenschaften des gesamten Flash-Filmes (2), wie die Dimension, die Filmdauer und die momentane Größe an. Bei Vorausladen wird angezeigt, wie lange es bei den jetzigen Voreinstellungen (3) dauern wird, den gesamten Film zu laden. Außerdem Informationen über die einzelnen Bildeigenschaften (4). Zudem werden diese auch graphisch in einem Diagramm angezeigt.

Bandbreitenprofiler
Bandbreitenprofiler

Die Voreinstellungen können unter Menü Ansicht -> Download Einstellungen angepasst werden. Für die gängigsten Geschwindigkeiten sind bereits Vorgaben vorhanden, allerdings kann man dort auch benutzerdefinierte Einstellungen vornehmen.

Durch diese Funktion kann man feststellen, ob man einen Preloader braucht und durch das Anzeigen der einzelnen Bildgrößen auch schnell zu diesem springen, um ihn gegebenenfalls zu optimieren.

Hier nun ein paar Tipps um die Dateigröße zu minimieren:

1) Wenn eine Animation oder ein Einzelteil eines Filmes mehrmals vorkommt, sollte man Filmsequenzen verwenden.
2) Statt Bild-für-Bild Animation immer, wenn möglich, Tweenings verwenden.
3) So wenig verschiedene Schriftarten wie möglich verwenden.
4) Wenn ein Objekt nur seine Farbe ändern soll, sich an seiner Form jedoch nichts ändert, möglichst mit dem Farbeffekt realisieren und kein neues Symbol anlegen.
5) Möglichst wenig verschiedene Linientypen verwenden. Wenn es geht durchgezogene Linien.
6) Für jede Animation eine eigene Ebene anlegen.
7) Keine animierten Bitmap Bilder einbinden!
8) Jedes Element, das mehr als einmal vorkommt, durch Symbole oder Gruppierungen ersetzten und nicht immer neue Symbole zeichnen.
9) Sounds im MP3 Format verwenden, da dies das kleinste Soundformat ist.
10) Wiederholende Sounds als Loops anlegen.
11) Je weniger Änderungen in einem Bild vorkommen desto besser!
12) Farbverläufe in Maßen einsetzen! Eher einfarbig arbeiten.
13) Durch Modifizieren-Optimieren kann man weitere Bytes einsparen.
14) Alphatweenings können durch Farbänderung in die Hintergrundfarbe ersetzt werden!
15) Die Funktion Menü Modifizieren -> Form -> Ecken abrunden möglichst vermeiden!
16) Bei schwarzem oder weißem Hintergrund kann man den Helligkeitseffekt statt einem Alpha Effekt verwenden.
17) Die Handlung sollte in einem möglichst kleinen Bereich stattfinden.

Eine Optimierung der Dateigröße sollte immer vorgenommen werden, da sich so Ladezeiten und verärgerte, wartende User vermeiden lassen.