
Wer einen DSL-Anschluss hat, muss den DSL-Router konfigurieren, um die Verbindung herzustellen. Einige DSL-Anbieter verschicken die Hardware bereits vorkonfiguriert, so dass dieser Schritt entfallen könnte. Trotzdem sollte man wissen, wie man seinen Router konfiguriert, z.B. für WLAN-Einrichtung. Voraussetzung ist, dass der Router ordnungsgemäß verkabelt wurde. Danach kann man über die Benutzeroberfläche des Routers aufrufen und konfigurieren. Hierfür startet man den Browser (Internet-Explorer) und verbindet sich mit dem Router über die IP-Adresse des Routers.
Jedes Gerät im Netzwerk benötigt eine IP-Adresse, um für andere Teilnehmer erreichbar zu sein. Das gilt auch für Router. Indem man die IP-Adresse des Routers in den Browser eingibt und mit der ENTER-Taste bestätigt, verbindet man sich mit dem Router und öffnet dessen Benutzeroberfläche. Die Frage ist also, wie die IP-Adresse des Routers ist. Sie ist aus dem Handbuch des Routers zu entnehmen. Man kann sie auch schnell selbst herausfinden. Hierfür öffnet man über cmd im Suchfeld das Programm cmd.exe. Mit ipconfig wird neben weiteren Informationen die IP-Adresse des Standardgateways angezeigt. Das ist die IP-Adresse des Routers.



In der Regel sind die Router mit einem Kennwort geschützt, damit Unbefugte keine Einstellungen daran vornehmen können. Entweder hat man das Kennwort selbst vergeben oder es ist frisch ausgepackt und im Auslieferungszustand. In dem Fall muss man im Handbuch lesen, wie das Kennwort im Auslieferungszustand ist. Oft ist im Auslieferungszustand überhaupt kein Kennwort vergeben oder es ist ein einfaches Kennwort wie z.B. 0000. Sollte man das Kennwort selbst geändert und vergessen haben, kann man den Router in den Auslieferungszustand zurücksetzen. In dem Fall gehen jedoch alle Einstellungen verloren und man muss z.B. den Internetzugang, WLAN etc. neu einrichten.
Nachdem man sich am Router angemeldet hat, kann man den DSL-Zugang einrichten. Hierfür muss man die Benutzerdaten bereithalten, die man vom Internet-Provider erhalten hat. Wo man sie eingibt, ist von Router zu Router unterschiedlich. Auf dem unteren Beispielbild wird eine Fritz-Box 7170 konfiguriert. Hierfür öffnet man den Bereich über Einstellungen >> Erweiterte Einstellungen >> Internet >> Zugangsdaten. Neben den Zugangsdaten können weitere Einstellungen für den DSL-Zugang festgelegt werden, die folgende Bedeutung haben.
Anschluss
Betriebsart bei Internetzugang über DSL
Betriebsart bei Internetzugang über LAN1
Zugangsdaten
Dieser Bereich ist nicht aktiviert, wenn vorher in den Optionen folgende Einstellungen gewählt wurde.
Ansonsten ist der Bereich Zugangsdaten aktiv und ermöglicht die Auswahl zwischen folgenden Optionen.
Verbindungseinstellungen
Hier trägt man den Benutzernamen und 2x das Kennwort ein. Diese Daten erhält man vom Internet-Provider. Einige Anbieter erfordern einen Präfix (vor dem Benutzernamen) und/oder Suffix (nach dem Benutzernamen). Wählt man einen Internetanbieter aus der Liste aus, werden diese automatisch gesetzt. Man kann auch anderer Internetanbieter wählen und den Benutzernamen selbst ergänzen.
Beispiel Freenet:
Bei Freenet wird das Präfix frn6/ vor dem Benutzernamen gesetzt. Wenn der Benutzername z.B. Max.Mustermann ist, muss man den Benutzernamen wie folgt eingeben: frn6/Max.Mustermann.
Beispiel AOL:
Bei AOL gibt es keinen Präfix, dafür den Suffix @de.aol.com. Wenn der Benutzername Hans.Mustermann ist, muss der Benutzername wie folgt lauten: Hans.Mustermann@de.aol.com.
Beispiel 1und1:
Bei 1und1 gibt es einen Präfix und Suffix. Präfix ist 1und1/ und Suffix ist @online.de. Wenn der Benutzername 123456 ist, muss man beim Benutzernamen 1und1/123456@online.de eingeben.
Das sind nur einige Beispiele. Da die Anbieter Präfix und Suffix jederzeit ändern können, sollte man beim Provider nachfragen.
Bei der Priorisierung kann man die Geschwindigkeit automatisch ermitteln lassen. Wenn die zugesicherte Bandbreite bekannt ist, können diese auch manuell eingegeben werden. Auch bei den DSL-ATM-Einstellungen kann diese automatisch erkennen lassen. Eine manuelle Eingabe ist in der Regel nicht nötig.
Auf dem unteren Bild ist eine Fritz Box für einen Haushalt konfiguriert, wie sie ziemlich häufig vorkommt und von vielen übernommen werden kann. Dabei waren keine besonderen Gegebenheiten vor Ort. Die Fritz Box wurde über den DSL-Splitter direkt am DSL-Anschluss angeschlossen und die an die Fritz Box angeschlossenen PC's haben Zugang ins Internet.
